KKV-Kaarst präsentiert sich in der Licht-Kirche auf der Laga Neuss

In diesem Jahr findet vom 16.04. bis 11.10.2026 die Landesgartenschau (Laga) in Neuss statt. Die Städte Kaarst und Neuss sind nur durch Ortseingangsschilder getrennt – sie gehen nahtlos ineinander über. Was ist daher für den KKV Kaarst naheliegender, als sich aktiv am Programm in der Licht.Kirche auf der Landesgartenschau in Neuss zu beteiligen!
Die Licht.Kirche ist ein etwa sieben Meter hohes, zeltartiges Gebäude mit transparenten Außenwänden, die abends illuminiert werden. Sie ist ein zentraler Beitrag der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) auf der Landesgartenschau in Neuss.
Mit vielen Veranstaltungen von Gottesdiensten bis zu Konzerten bietet die Licht.Kirche einen Ort der Ruhe und des Dialoges.
Der KKV Kaarst hat bisher drei Mittagsandachten zusammengestellt und in der Licht.Kirche auf der Landesgartenschau durchgeführt. Eine weitere Andacht, durch den KKV Kaarst gestaltet, wird im August dieses Jahres folgen.

Was in der letzten Zeit in der Welt geschehen ist, was uns derzeit täglich an kriegerischen Auseinandersetzungen und staatlichen Konflikten in Presse und Medien präsentiert wird, berührt und beschäftigt uns sehr. So haben wir die Mittagsandachten unter das Thema „Frieden in der Welt“ gestellt. Neben der Bitte für Frieden in den Kriegs- und Krisengebieten haben wir in allen Andachten auch daran gedacht, Frieden zwischen den Religionen, in der Gesellschaft, in unseren Familien zu erhalten oder einkehren zu lassen.

Der Mai ist besonders der Gottesmutter Maria gewidmet. Maria, die Königin des Friedens, hat in Bethlehem Christus, den Friedensfürst, geboren und ihn bis unter das Kreuz begleitet. Unter ihrem Schutzmantel birgt sie alle Menschen, die zu ihr kommen und sich bei ihr geborgen wissen. Sie hält ihre Hand über die Bedürftigen, nach Frieden suchenden Menschen und bewahrt sie in ihrem Herzen. In der Andacht im Mai haben wir besonders auch an sie gedacht, an die Königin des Friedens. Mit den Grüßauer Marienrufen haben wir sie, die Mutter Gottes, die Schutzpatronin aller Christen, um Frieden angerufen. Nach dem Text der Verkündigung durch den Engel aus dem Lukasevangelium und einer dazu passenden kurzen Ansprache haben wir mit dem Lied „Segne du Maria, segne mich dein Kind…“ ihren Segen erbeten. Die gemeinsam gesungenen Lieder sind gut gelungen, weil unser Vorsitzender sie mit seiner Gitarre instrumental begleitet und mit kräftiger Stimme den Gesang gut unterstützt hat.

Die Andacht am 24.06.2026 hat neben Gedanken für den Frieden Johannes dem Täufer gehört, dessen Gedenktag die Katholische Kirche an diesem Tag alljährlich feiert. Ein Text aus dem Evangelium nach Johannes (des Evangelisten) und eine kurze Ansprache unter Einbindung von Gedanken von Frau Angela Rinn, Evangelische Kirche Deutschlands in Mainz, hat allen Anwesenden aufgezeigt, dass auch in der frühchristlichen Zeit längst nicht alles friedlich vor sich gegangen ist. Auch ein Beispiel hierzu ist die Enthauptung Johannes des Täufers auf Befehl von Herodes Antipas nach dem Wunsch dessen Stieftochter Salome, und das alles auf Veranlassung der Herodias hin. Herodes hat den kompromisslosen Bußprediger töten gelassen, der den Mächtigen seiner Zeit den Spiegel vorgehalten hat. Das rächt sich meist – bis heute.

Die Andachten sind fortgesetzt worden mit Fürbitten, dem gemeinsamen Vater unser und dem Friedensgruß. Dem Lied „Herr, wir bitten komm und segne uns…“ hat sich der Segen angeschlossen mit der Aussage: „Ihr sollt gesegnet sein, wo immer ihr ausgleichend und gerecht handelt. Ihr sollt gesegnet sein, wo immer ihr etwas tragt und ertragt für Aussöhnung und Verständigung. Ihr sollt gesegnet sein, wo immer ihr euch einsetzt für den Frieden.

Das Lied „Möge die Straße uns zusammenführen…“ hat die Andachten beendet mit der abschließenden Bitte: „Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand…“

Die Andachten sind von einer guten Anzahl von Laga Besuchern aufgesucht worden, die gerne mitgebetet und -gesungen haben. Frieden in der Welt, in Kriegs- und Krisengebieten, zwischen den Religionen, in unserer Gesellschaft, in unseren Familien, – Gedanken, die auch bei der Landesgartenschau in Neuss gerne aufgegriffen und gut angenommen worden sind.

Vogelperpektive auf die Laga (Bild RP C. Kleinau)

beleuchtete Lichtkirche (Foto M. Leusch)

Mitwirkende beim Mittagsgebet

 

 

 

 

 

Laga Neuss: KKV-Kaarst in Aktion

Am 29.04.26 startete der KKV-Kaarst mit seinem 1. Mittagsgebet an der Lichtkirche. Die Gestaltung lief unter dem Thema „Frieden“. Die ausgesuchten Lieder wurden von Hans-Peter Weiland mit seiner Gitarre begleitet.

Bei strahlendem Wetter war es ein gelungener Auftakt. Die Glocken der Licht.Kirche rufen die Besucherrinnen und Besucher der Laga von Montag bis Samstag jeweils um 12.00 Uhr zur Teilnahme am Mittagsgebet. Gedacht zum Innehalten und Verweilen oder Momente mit geistlichen Impulsen zu genießen, den Alltag auszublenden.
Es konnten etliche Teilnehmer begrüßt werden. Die Mitwirkenden hatten sichtlich große Freude an ihrer Aufgabe.

Bilder: Start der Mittagsgebete des KKV-Kaarst an der Licht.Kirche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schaukeln macht glücklich

 

KKV-Kaarst auf den Spuren der Römer

Nach umfangreicher Renovierung wegen Wasserschadens, ist seit Oktober letzten Jahres im Clemens Sels Museum die Ausstellung „Novaesium. Eine Zeitreise ins antike Neuss“ zu sehen. Dabei handelt es sich um eine Neupräsentation der römischen Sammlung mit interaktiven digitalen Angeboten.
Durch Fundstücke und fotorealistische Großbilder taucht der Besucher in die Welt eines römischen Legionslagers ein. Dieses sogenannte Koenen Lager in Grimmlinghausen gilt als Blaupause für spätere Lager und hat Weltkulturerbe Status. Solche Lager beherbergten nicht nur die Soldaten sondern auch die Familien der Offiziere und deren Bedienstete. Wie groß dieses Lager war veranschaulichen auch die Angaben über Verbräuche von ca. 2.500 t Getreide oder 166 t Olivenöl pro Jahr. Das römische Erbe findet sich natürlich auch in Köln, Xanten, Trier und anderswo. Aber die Nähe zu Neuss machte für uns den besonderen Reiz aus. Inspiriert von einem Zeitungsartikel, hat der KKV-Kaarst die Besichtigung des Museums mit Führung durch die Ausstellung organisiert und 18 Mitglieder nahmen teil. Im Anschluss traf man sich zum Austausch und zum Mittagessen im nahegelegenen Restaurant Früh.

Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zeigt das Bild eine KI generierte Darstellung des Römerlagers an der Erft

Die KKV Mitglieder hören aufmerksam zu

KKV Aktionen LAGA Lichtkirche

Vom 16. April bis zum 11. Oktober 2026 findet in Neuss die Landesgartenschau statt.
Mit der „Lichtkirche“ und im Garten der Begnung machen die christlichen Kirchen auf sich aufmerksam. Auch der KKV mit seinen Ortsgemeinschaften Kaarst und Monheim bzw. dem Diözesanverband Köln beiteiligt sich am vielfältigen Programm in Form der Gestaltung von Mittagsgebeten. Außerdem wird der Bundesverband des KKV  am 21.07. einen ganzen Tag vor Ort präsent sein.

Unter nachstehenden Links sind zahlreiche Informationen zur Lichtkirche und zur Laga allgemein abrufbereit.

LICHT.KIRCHE | Die christlichen Kirchen auf der
 LAGA Neuss 2026
Termine: LICHT.KIRCHE | Termine

Landesgartenschau — Neuss am Rhein
Getreidesilo in Neuss bietet besten Blick auf die Laga

Laga von Oben Foto RP Christoph Kleinau (Lichtkirche blau markiert)

 

 

A+S Börse 2026

Am 28.02.2026 konnte die, vom KKV-Kaarst organisierte Ausbildungs. und Studienbörse, ein kleines Jubiläum feiern, denn sie fand zum 10. Mal in der Galerie des Kaarster Rathauses als Präsenzveranstaltung statt. Der Vorsitzende des KKV-Kaarst, Hans-Peter Weiland freute sich in seiner Begrüßungsrede über gut 30 Aussteller, mit einem breiten Angebot von Ausbildungsstellen sowie Weiterbildungs- und Studienangeboten. Veranstaltungsflyer

Der Bürgermeister, Christian Horn-Heinemann, begrüßte die Anwesenden und sprach als Hausherr von einer Win Win Situation für die Stadt und die Wirtschaftsförderung bei der Unterstützung der Ausbildungs- und Studienbörse des KKV-Kaarst.

Die Schirmherrschaft dieser Veranstaltung hatte diesmal die Landrätin Frau Katharina Reinhold übernommen, konnte aber nicht anwesend sein. Stattdessen überbrachte ihr Stellvertreter, Herr Odo Bartsch, ihre Grüße und hob die Zusammenarbeit im Rhein Kreis Neuss bei der Nachwuchsgewinnung hervor und hatte lobende Worte für das nachhaltige Engagement einer solchen Plattform, die Angebot und Nachfrage auf dem Aus- und Weiterbildungsmarkt zusammenbringt.

Erfreulicherweise berichtete auch diesmal die NGZ mit folgendem Artikel: Kaarst: Handwerker sorgen sich um Nachwuchs

 

Auf historischen Spuren durch Neuss

Bei einer Führung durch die Neusser Innenstadt brachte uns am 09.07.2025 Norbert Krause, ein guter Bekannter unseres Vorsitzenden, die Geschichte der Stadt Neuss ein gutes Stück näher.

Nach Gründung eines Römerlagers in Trier zogen die römischen Truppen weiter am Rhein entlang bis zum heutigen Neuss. Seit dem Jahr 16 vor Chr. war das heutige Neuss nachweislich eine römische Garnison mit der Bezeichnung Novaesium. Es ist davon auszugehen, dass Neuss nach Trier die zweitälteste Römeransiedlung war. Neuss gehört damit zu den ältesten Städten Deutschlands. Bis 256 n. Chr. hielten sich die Römer hier am Rhein auf. Neuss gehörte zu den wichtigsten Lager- und Kastellorten der Römerzeit.

In fränkischer Zeit wurde Neuss mit Hafen und Fähre – damals floss der Rhein mitten durch das heutige Neuss – immer größer. 863 und 881 wurde die Stadt Opfer der Normanneneinfälle.

Mitte des 10. Jh. fiel Neuss an die Kölner Kirche. Die Kirche entwickelte sich von der Pfarrkirche zum Gotteshaus des Benediktinerinnenklosters um 950 n. Chr. Nach Überführung der Gebeine des Märtyrers Quirinus von Rom nach Neuss bildete sich eine Heiligenverehrung, die sich weit bis in den Hunsrück und die Benelux-Staaten ausweitete. Aus dem Jahr 1646 sind „große Wallfahrten, auch von ausländischen Völkern“ bekannt.

Die Wirtschaft war für Neuss ebenfalls von großer Bedeutung. Beim Weinhandel von der Mosel in die Niederlande und beim Getreide- und Viehhandel war Neuss ein bedeutender Umschlagplatz von Waren. Marktstandort ist Neuss seit 1138.

Die Stadtwerdung ist für das Jahr 1190 belegt, das Stadtsiegel mit dem Hl. Quirinus entstand im 12. Jahrhundert. Neuss hatte den Rang des Oberhofs über die Gerichte umliegender Städte, die erste Neusser Stadtbefestigung entstand in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts. Von der Stadtbefestigung konnten wir uns auf unserem Rundgang das Hamtor, das Obertor und den Blutturm ansehen.

1474/1475 bestand ein Krieg mit Karl dem Kühnen. Seiner Belagerung und Ausgliederung aus dem Deutschen Reich widerstanden die Neusser fast ein Jahr lang. Für ihren Mut wurden die Neusser von Kaiser Friedrich III. mit Zollvergünstigungen und den Rechten einer Hansestadt belohnt. Ein neues Wappen mit Reichsadler und Kaiserkrone sowie das zugestandene Münzrecht vergrößerte die Macht der Stadt. Vergrößerungen der damals genutzten Münzen haben wir uns im Straßenbelag der Straße „In der Münze“ angesehen.

Im späten Mittelalter erreichte Neuss seine wirtschaftliche Blütezeit, neben dem bekannten Verkauf von Wein, Getreide und Vieh mit dem Handel von Woll-, Leinen- und Brauereiprodukten sowie Lederwaren.

Im 16. Jahrhundert durch die Spanier erobert wurde 1586 Zweidrittel der Stadt durch einen großen Brand vernichtet. Die Besatzung der mit Frankreich verbündeten Hessen und verschiedene Kriege Ludwig XIV brachten Neuss in eine schlechte finanzielle Lage, von der sich die Stadt erst im 19. Jahrhundert erholen konnte. Heute sieht die Quirinusfigur auf dem Münster auf das Neusser Rathaus und „bewacht“ die Stadtkasse, während er Düsseldorf den Hintern zuwendet.

Unter französischer Herrschaft wurden ab 1794 ein straffes Verwaltungssystem und französisches Recht eingeführt. Die Amtssprache wurde französisch und Neuss bekam ab 1800 einen „Maire“ als Bürgermeister. Der „Fetzer“ wurde mit seiner Räuberbande aus Neuss vertrieben. Durch Kaiser Napoleon wurde der Bau des Nordkanals angeordnet und ab 1808 durchgeführt, der eine Verbindung zwischen Rhein, Maas und Schelde schaffen sollte. Der Bau wurde jedoch kurze Zeit später bereits gestoppt, weil die Franzosen holländische Häfen an Rhein und Maas erobert hatten, so dass der Nordkanal nicht mehr von Bedeutung war.

1815 fielen die Rheinlande an das Königreich Preußen und Neuss wurde Kreisstadt mit damals ca. 6300 Einwohnern. Im Verlauf der Industrialisierung wuchs die Stadt bis 1880 auf etwa 17500 Anwohner an. Die Neusser Ölmühlen wurden Mitte des 19. Jahrhunderts als die bedeutendsten Deutschlands bezeichnet. Die RheinLand Versicherungs AG Neuss wurde 1881 gegründet, der Neusser Hafen war weiterhin ein wichtiger Umschlagplatz verschiedener Waren. Bis heute ist die Einwohnerzahl der Stadt auf etwa 160000 angestiegen.

Insgesamt ein toller geschichtlicher Überblick, den Stadtführer Norbert Krause den Mitgliedern des Kaarster KKV vermittelt hat.

Nach einem solchen Umfang historischer Neuigkeiten ließen wir die Veranstaltung im Vogthaus, einer bekannten Neusser Gaststätte, bei einem gemeinsamen Mittagessen und kühlen Getränken ausklingen.

Text: H.-P. Weiland                                                      Bilder u. Untertitel: K.-H- Möllers